Kyanitquell · Mineralstoffe und EU-Recht
Zwischen der ersten Teilung einer Stammzelle im Hodenkanälchen und einer fertigen, beweglichen Samenzelle liegen nach der gängigen Lehrbuchrechnung rund 74 Tage. Danach folgt noch einmal etwa eine Woche bis zehn Tage Wanderung durch den Nebenhoden. Die Abfolge ist festgelegt, sie läuft in Wellen ab, die sich alle 16 Tage wiederholen, und sie lässt sich nicht abkürzen.
Kyanitquell trägt zusammen, was zu den Mineralstoffen Zink und Selen in diesem Gewebe gemessen und veröffentlicht wurde: Mengen, Verteilungen, Zufuhrwerte, Lebensmittelangaben. Dazu kommt der Teil, der nicht Auslegungssache ist — die Sätze, die die Europäische Kommission für beide Elemente freigegeben hat und die im Wortlaut wiedergegeben werden müssen.
Die Nährwerte auf dieser Seite stammen aus veröffentlichten Lebensmitteltabellen, die Referenzwerte aus Anhang XIII der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Beide Quellen sind frei zugänglich. Was diese Seite hinzufügt, ist die Sortierung: alle Angaben auf ein einziges Themenfeld bezogen, in einer Reihenfolge, die dem Weg der beiden Elemente durch den Körper folgt.
Wissenschaftliche Fakten zu zwei Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zum FaktenblattZink wird in Milligramm gerechnet, Selen in Mikrogramm — ein Faktor von rund tausend zwischen den beiden Tagesmengen. Trotzdem folgen beide Elemente demselben Grundmuster: Aufnahme im Dünndarm, Bindung an ein Transporteiweiß im Blut, Abgabe an Gewebe mit hohem Umsatz. Reproduktionsgewebe gehört zu den Abnehmern, die in beiden Fällen auffällig gut versorgt werden.
Ein erwachsener Körper führt zwei bis drei Gramm Zink, verteilt auf Muskulatur, Knochen, Leber und Haut. Das Prostatagewebe fällt aus dieser Verteilung heraus: Es erreicht Zinkkonzentrationen, die um ein Vielfaches über denen von Leber oder Skelettmuskel liegen. Ein Teil davon wird in das Drüsensekret abgegeben, weshalb Samenplasma etwa hundertmal so viel Zink enthält wie Blutplasma.
Dass ein Organ mit wenigen Gramm Masse einen so großen Anteil eines Spurenelements bindet, hat die Forschung früh beschäftigt. Die Antworten aus der Zellbiologie zeigen in dieselbe Richtung: Überall dort, wo Zellen sich schnell teilen und wo Eiweiße ihre dreidimensionale Form über Metallionen halten, steigt der Zinkbedarf des Gewebes.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
In der letzten Reifephase tauscht die Zelle den größten Teil ihrer Histone gegen Protamine aus — kleine, sehr basische Eiweiße. Das Ergebnis ist ein Chromatin, das um ein Vielfaches dichter gepackt ist als in einer gewöhnlichen Körperzelle. Zink-Ionen binden dabei an die Thiolgruppen der Protamine und halten das Gefüge in einem Zwischenzustand, bevor sich beim Durchgang durch den Nebenhoden feste Disulfidbrücken bilden.
Derselbe Mechanismus — ein Ion, das eine Eiweißfaltung zusammenhält — findet sich in den Zinkfinger-Motiven zahlreicher Transkriptionsfaktoren. Sie lesen Gene ab, die den Ablauf der Reifung takten. Zink ist in diesem Bild kein Betriebsstoff, der verbraucht wird, sondern ein Bauteil, das Form gibt.
Selen verlässt die Leber gebunden an Selenoprotein P, ein Eiweiß, das mehrere Selenatome gleichzeitig trägt. Die Zielzellen holen es über Rezeptoren aus der Lipoprotein-Rezeptorfamilie aus dem Blut. Im Hodengewebe ist dieser Aufnahmeweg besonders ausgeprägt, was erklärt, warum das Gewebe seinen Selengehalt auch dann noch hält, wenn die Zufuhr über die Nahrung schwankt.
Im Zielgewebe wird das Element nicht als freies Ion gelagert, sondern in Eiweiße eingebaut. Rund fünfundzwanzig solcher Selenoproteine sind beim Menschen beschrieben; eines davon bildet im Mittelstück der reifen Samenzelle eine feste, faserige Struktur um die Mitochondrienspirale. Das Element ist dort also gleichzeitig Enzymbestandteil und Baumaterial.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Unionsliste führt für jedes Element eigene Einträge. Sie sind einzeln geprüft worden, sie gelten unabhängig voneinander, und sie werden hier getrennt wiedergegeben — ein Kasten je Element, mit dem Wortlaut ohne Umformulierung.
Ein Spurenelement, für das der Körper kein eigenes Lager anlegt. Der Bestand von zwei bis drei Gramm ist in Eiweiße eingebunden; was täglich verloren geht, muss täglich nachkommen. Der Referenzwert der EU liegt bei 10 mg pro Tag.
Austern, Rindfleisch, Kürbiskerne, Hartkäse und Haferflocken stehen in den Tabellen weit oben. Bei pflanzlicher Kost bremst Phytat aus Getreide und Hülsenfrüchten den Anteil, der die Darmwand passiert.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Ein Halbmetall, das der Körper in Mikrogramm-Mengen führt — insgesamt etwa 10 bis 15 mg. Es kommt nicht frei vor, sondern als Bestandteil von Eiweißen. Der Referenzwert der EU liegt bei 55 µg pro Tag.
Seefisch, Innereien, Ei und Fleisch liefern verlässlich messbare Mengen. Pflanzliche Lebensmittel schwanken stark, weil ihr Gehalt vom Selengehalt des Anbaubodens abhängt und dieser regional sehr verschieden ausfällt.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Auf 84 Seiten bekommt jede Zahl dieser Seite ihre Herkunft, jede Portionsangabe ihren Rechenweg und jeder der drei zugelassenen Sätze eine eigene Einordnung.
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Die Inhalte dieser Seite sind allgemeine Information zu Nährstoffen und zu ihrer rechtlichen Einordnung. Sie ersetzen weder eine ärztliche Untersuchung noch eine Diagnose noch eine persönliche Beratung in Praxis oder Apotheke. Wer gesundheitliche Fragen hat, bespricht sie mit einer Ärztin oder einem Arzt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise; die auf der Packung angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Erzeugnisse dieser Art gehören außer Reichweite kleiner Kinder aufbewahrt.
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